Beim Reduzieren machst du aus jeweils vier Mittelsteinen ein Zentrum und aus zwei passenden Kantenstücken eine Kante. Danach kannst du deine 3×3-Methode verwenden. Die Reduktion allein löst weder die Ecken noch die endgültigen Kantenpositionen.
R und Rw unterscheiden
R dreht nur die äußere rechte Ebene. Rw dreht die beiden rechten Ebenen zusammen, Uw die beiden oberen. Ein Strich kehrt die Richtung um, 2 bedeutet 180°. Rw2 R2 sind zwei Züge mit der gemeinsamen Wirkung einer halben Drehung nur der inneren rechten Ebene. Die Formeln hier enthalten keine x-Drehung des ganzen Würfels.
Zugnotation lernen →1. Sechs Zentren bilden
Ein 4×4 hat keinen festen Mittelstein. Verbinde zwei gleichfarbige Mittelsteine zu einem 1×2-Streifen, bilde einen zweiten und füge beide zum 2×2-Zentrum zusammen. Baue danach das gegenüberliegende Zentrum. Verschiebe fertige Teile aus der Arbeitsebene und drehe vorübergehend geöffnete Zentren wieder zurück.
Bei Standardfarben liegt Weiß gegenüber Gelb, Blau gegenüber Grün und Rot gegenüber Orange. Prüfe auch die Reihenfolge anhand eines echten Ecksteins. Mit Weiß oben und Grün vorn liegt Rot rechts. Bei anderen Farben gilt die Reihenfolge deines Würfels. Alle sechs Zentren müssen stimmen.
2. Zwölf Kantenpaare bilden
Suche zwei kleine Kanten mit genau denselben beiden Farben. Grün–Rot gehört zu Grün–Rot, nicht zu irgendeiner grünen Kante. Bringe die Stücke mit äußeren Zügen in Arbeitsposition, verbinde sie durch einen inneren Zug, lagere das Paar mit äußeren Zügen aus und drehe den inneren Zug zurück.
Die beiden Teile müssen auf beiden Seiten übereinstimmen. Ihr endgültiger Platz ist noch egal. Zeigen die Farben gegensätzlich, richte ein Teil zuerst anders aus. Bei den letzten zwei Paaren kann normales Auslagern ein fertiges Paar aufbrechen: Vergleiche dafür den genauen Übungsfall unten.
Letzte zwei Kanten
Die zwei offenen Paare müssen genau wie im Beispiel liegen. Die Formel paart sie und stellt die Zentren wieder her. Prüfe die betroffenen Teile in 3D; es ist keine Universalformel für beliebige offene Paare.
Uw' R U R' F R' F' R UwDie letzten Paare bilden und Zentren erhalten; danach folgt die 3×3-Phase.
3. Wie einen 3×3 lösen
Sind alle Zentren einfarbig und alle zwölf Paare verbunden, drehe nur noch äußere Ebenen. Löse Kreuz, erste zwei Ebenen und letzte Ebene nach der 3×3-Anleitung. Ein 2×2-Zentrum zählt jetzt als Mitte, ein Paar als eine Kante.
Trennt sich ein Paar, hast du möglicherweise eine innere oder breite statt einer äußeren Ebene gedreht. Gehe zum letzten passenden Zustand zurück oder repariere das Paar und prüfe die Zentren. Auf der letzten Ebene können außerdem echte Parity-Fälle auftreten.
Mit der 3×3-Anfängermethode fortfahren →4. Parity erkennen
OLL-Parity betrifft eine ungerade Anzahl gekippter reduzierter Kanten und zeigt sich oft als einzelnes umgedrehtes Paar. PLL-Parity verhindert später eine Anordnung, die mit normalen 3×3-Zügen lösbar wäre. Du musst dafür keine Aufkleber tauschen oder Ecken verdrehen.
Prüfe zuerst Zentren und Paare. Für OLL liegt das gekippte Paar oben vorn. Die PLL-Formel ändert die Permutationsparität und löst nicht automatisch jede letzte Vertauschung. Vergleiche das vollständige Startbild und fahre danach mit der 3×3-Methode fort.
Prüfe nacheinander: sechs Zentren → zwölf Kantenpaare → fertige untere Ebenen → letzte Ebene. Eine einzelne fertige Seite reicht nicht.
OLL-Parity
Das gekippte Paar liegt bei UF, oben vorn. Halte Gelb oben und Grün vorn. Die Formel korrigiert die Kantenparität, kann aber weitere obere Teile verschieben. Fahre anschließend mit der 3×3-Methode fort.
Rw2 B2 U2 Lw U2 Rw' U2 Rw U2 F2 Rw F2 Lw' B2 Rw2Zentren und Kantenpaare bleiben nach der ganzen Formel erhalten; danach den 3×3-Fall beenden.
PLL-Parity
Für eine nach der Reduktion verbleibende unlösbare 3×3-Permutation. Halte oben und vorn unverändert. Prüfe nach der Formel den neuen 3×3-Fall; der Würfel muss noch nicht gelöst sein.
Rw2 R2 U2 Rw2 R2 Uw2 Rw2 R2 Uw2Zentren und Kantenpaare bleiben nach der ganzen Formel erhalten; danach den 3×3-Fall beenden.
Wenn dein Fall anders aussieht
Gemischte Zentren: zurück zu Schritt 1. Offene Kantenpaare: Schritt 2. Stimmen beide, prüfe erst die 3×3-Fälle, bevor du Parity verwendest. Bei verlorener Orientierung kannst du alle 96 Felder im 4×4-Löser eingeben. Dieser verwendet manuelle Farben; Fotoerkennung für 4×4 ist nicht verfügbar.
4×4-Löser öffnen →